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Reaktionen auf den Tod von Karl Riedler

Dass Karl Riedler schwer krank war, als er im März sein Kreistagsmandat niederlegte, habe man gewusst, "dennoch gab es natürlich zunächst noch Hoffnung, dass sich sein Gesundheitszustand wieder bessern würde. Sein Tod ist für den Landkreis, für den Kreistag, aber vor allem auch für mich persönlich eine sehr traurige Nachricht", mit diesen Worten drückt Landrat Michael Fahmüller seine Erschütterung über das Ableben des Eggenfeldener Altbürgermeisters aus. "Meine Gedanken sind jetzt bei seiner Frau, bei seinem Sohn und den Enkelkindern, ihnen möchte ich mein zutiefst empfundenes Beileid aussprechen."

Karl Riedler sei eine Bastion der Ruhe in einer immer hektischer werdenden kommunalpolitischen Welt gewesen, reflektiert der Landrat. "In der Zeit nach der Gebietsreform war Karl Riedler eine der wichtigsten Stimmen, als es darum ging, aus den Altlandkreisen Eggenfelden und Pfarrkirchen den Landkreis Rottal-Inn zu bilden und voranzubringen." Riedlers Wort hatte Gewicht im Kreistag und seinen Gremien, man hat ihm zugehört, weil immer klar war: Es kam ihm nicht darauf an, etwas möglichst laut zu sagen, sondern gut durchdachte Argumente vorzubringen. So habe er sich höchstes Ansehen über die Parteigrenzen hinweg erworben. Er werde Riedler als vertrauenswürdigen und stets ehrlichen politischen Wegbegleiter in Erinnerung behalten.

Tief getroffen hat die Nachricht von Karl Riedlers Ableben auch Bürgermeister Wolfgang Grubwinler: "Wir haben ihn als Kommunalpolitiker mit Leib und Seele sehr geschätzt. Es war beeindruckend, wenn er seine Gedanken und Argumente vortrug. Immer an der Sache orientiert, nicht ausschweifend, sondern die Dinge auf den Punkt bringend, niemanden verletzend, Brücken bauend, oft mit Humor, Herz und einem Augenzwinkern." Karl Riedler habe alle positiven Eigenschaften eines wahren Bürgermeisters verkörpert – als Diener der Bürger Eggenfeldens. "Und er war ein echter Freund, dessen Verlust sehr schmerzt."

Groß ist die Trauer auch bei der SPD Eggenfelden. "Er war für unsere Partei nicht nur der Mittelpunkt. Er war unser politischer Mentor und Freund", betonen 3. Bürgermeisterin Johanna Leipold und Renate Hebertinger, Fraktionssprecherin im Stadtrat. Karl Riedler sei ein aufrichtiger Sozialdemokrat gewesen. "Für ihn gab es keine Probleme, nur Lösungen."

"Ich habe einen engen Freund verloren", bedauert Rudolf Hacker, ein langjähriger politischer Weggefährte Karl Riedlers. Obwohl er, Hacker, für die CSU im Stadtrat saß, habe die Parteizugehörigkeit nie eine Rolle gespielt. Im Gegenteil: Gemeinsam habe man in Sachen Städtepartnerschaft vieles bewirkt. "Wir waren zusammen unzählige Male in Carcassonne. Außerdem haben wir die Freundschaft mit Balatonalmádi in die Wege geleitet", erinnert der 79-Jährige.

(Quelle: Rottaler Anzeiger, 13.09.2017)


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