Ein Notstromaggregat für das THW

Veröffentlicht am 04.03.2020 in Presse

Die THW-Kräfte Benedikt Brunhuber (links, Verwaltungsbeauftragter), Martin Strell (4. von links, Helfersprecher), Christoph Huber (4. von rechts, Technischer Sprecher) und Florian Wagner (rechts, Ortsbeauftragter) informierten die SPD-Delegation um Florian Pronold (2. von rechts). −Foto: red


Mit guten Nachrichten im Gepäck hat MdB Florian Pronold den Ortsverband Eggenfelden besucht

Eggenfelden. 668 Ortsverbände des Technischen Hilfswerks gibt es in Deutschland. Sie alle werden bis 2023 ein eigenes Notstromaggregat vom Bund zur Verfügung gestellt bekommen, um im Falle eines "Blackouts" gerüstet zu sein. So auch das THW Eggenfelden, wie SPD-MdB Florian Pronold im Rahmen eines Besuchs vor Ort ankündigte.

Nachdem Pronold im Herbst 2019 in einem persönlichen Schreiben die Helfer des THW-Ortsverbands Eggenfelden über die entsprechenden Haushaltsbeschlüsse des Bundestags informierte hatte, erfolgte nun ein persönlicher Besuch des Bundespolitikers im Rottal, gemeinsam mit einer Delegation des SPD-Ortsverbands. Viele Helfer und Familienangehörige kamen laut Mitteilung des THW, um mit dem parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit zu diskutieren.

THW-Ortsbeauftragter Florian Wagner berichtete, dass jedem THW-Ortsverband mindestens ein Technischer Zug sowie mindestens eine Fachgruppe zugeordnet seien. Diese seien sinnvoll im gesamten Bundesgebiet verteilt. Somit könne jede Fachgruppe schnell und flächendeckend im Bedarfsfall angefordert werden. Dem Ortsverband Eggenfelden seien die Fachgruppen Räumen und Sprengen zugeordnet, während das THW in Simbach am Inn auf die Fachgruppen Wassergefahren und Wasserschaden/Pumpen spezialisiert sei.

Florian Wagner berichtete, dass der Ortsverband des THW offiziell einen ganz normalen Betrieb mit über 40 Mitarbeitern darstelle, obwohl die geleistete Arbeit ehrenamtlich erfolge. Im Alltag bedeute dies, dass Betriebsprüfungen, Arbeitsschutz und gesetzliche Vorgaben einen immer größeren Kosten- und Arbeitsaufwand mit sich brächten. "Viele Menschen und Behördenvertreter verstehen nicht, dass wir diese Tätigkeit in unserer Freizeit verrichten, deshalb aber nicht weniger fachlich qualifiziert sind. Unsere Helferschaft spiegelt den kompletten Querschnitt der Gesellschaft wieder, vom Arzt bis zum Handwerker ist alles dabei", so Wagner.

Florian Pronold stellte die bundespolitischen Errungenschaften heraus. Einerseits sei die Aufwandsentschädigung erhöht worden, die bundesweite Kampagne zur Nachwuchsförderung werde mit drei Millionen Euro gefördert und die THW-Jugend werde mit zusätzlichen Mitteln bedacht. Da die Bundesregierung die Selbstbewirtschaftungsmittel der Ortsverbände um weitere 6,7 Millionen Euro erhöht habe, kämen rechnerisch jeder Ortsgruppe durchschnittlich 10000 Euro zu, welche über die Landesverbände verteilt würden. Leider bleibe von dieser Erhöhung unterm Strich nicht viel übrig, da die Kosten für Verbrauchsmittel sehr gestiegen seien und Preise für Geräte, die den Vorschriften für Feuerwehr und THW entsprechen, exponentiell gestiegen seien.

Des weiteren müsse schon fast jeder Besenstiel einer jährlichen Prüfung unterzogen werden, was beträchtliche Beträge verschlinge, konterte Wagner.

"Wir verfügen über eine gute Ausstattung, die von uns hervorragend gewartet und gepflegt wird. Wir könnten diese auch womöglich in mehr Einsätzen zur Verfügung stellen. Freuen würden sich die Ehrenamtlichen über mehr Einsätze", erklärte Martin Strell, Sprecher der Eggenfeldener Helfer. − red

(© Ein Bericht des Rottaler Anzeiger, 04.03.2020)

Lesen Sie hier den Bericht des Rottaler Anzeiger vom 04.03.2020:
"Ein Notstromaggregat für das THW"
 
 

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