Die SPD-Stadträte ließen sich vom Geschäftsführer des Kreisjugendrings Rottal-Inn, Johannes Kreck, durch die Wanderausstellung „Antisemitismus in Bayern - Judenhass heute“ der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern führen. Laut Informationsstelle sei es alleine in Bayern 2024 zu 1515 antisemitischen Vorfällen gekommen. Seit dem militärischen Gegenschlag durch das israelische Militär als Reaktion auf das Massaker durch die palästinensische Terrororganisation Hamas am 07. Oktober 2023 werde besonders in Deutschland „Hass gegen Juden“ wieder zunehmend sichtbar.
Die SPD-Stadtratsfraktion bedankte sich bei den Organisatoren aus Kreisjugendring und Kirchlichem Jugendbüro, dass die örtlichen Schulen gesondert eingeladen wurden, um mit diesem geschichtsträchtigen und sensiblen Thema in Berührung zu kommen. „Jugendarbeit muss sich immer auch an der Vermittlung seiner Werte messen lassen. Wichtige Themen, wie Frauenrechte, Geschlechteridentität, politischer Nationalismus und eben auch der zunehmende Antisemitismus gehören selbstverständlich mit jungen Menschen besprochen. Hass und Hetze sind bei Social Media im Vormarsch so auch der Hass gegen Juden“, erklärt stellvertretender Fraktionsvorsitzender Benjamin Lettl, der ausgebildeter Jugendsozialarbeiter ist.
Stadtrat Martin Roiner zeigte sich beeindruckt von der verständlichen Aufbereitung der kopieren Thematik im Rahmen dieser Ausstellung. Johannes Kreck ging abschließend auch ausführlich auf die Frage von Johanna Leipold ein, die wissen wollte, was der Nährboden für den Antisemitismus in Deutschland sei, dass die Stimmung in den vergangenen beiden Jahren so deutlich gekippt sei.
Text zum Bild: Die SPD-Stadtratsfraktion besuchte gemeinsam die Ausstellung „Antisemitismus in Bayern“: (von links nach rechts): Umweltreferent Martin Roiner, Stadträtin Johanna Leipold und stellvertretender Fraktionsvorsitzender Benjamin Lettl. Stadträtin Renate Hebertinger war krankheitsbedingt verhindert.