Nach den Neuwahlen beim SPD Ortsverein: (von links): Thomas Asböck, stellvertretender Vorsitzender, Kassier Cilly Saydl, Sven Oswald, stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender Benjamin Lettl, SPD-Fraktionsvorsitzende Renate Hebertinger, Delegierte Ulrike Scholz und Versammlungsleiter Severin Eder. - Foto: red
Bei den Vorstandswahlen hat sich Benjamin Lettl erneut zur Verfügung gestellt und bliebt Vorsitzender des SPD-Ortsvereins in Eggenfelden. Es kam auch zu lebhaften Diskussionen, mit welchen Themen sich die SPD in der Öffentlichkeit einsetzen solle und welche örtlichen Zustände nicht hinnehmbar sind – darunter die Situation im Schwimmbad und mit der Bauruine am oberen Stadtplatz.
Benjamin Lettl übernahm die Verantwortung für die personell schwer gewordene Situation innerhalb der SPD in Eggenfelden und stellte sich erneut zur Wahl, heißt es in einer Pressemitteilung des Ortsvereins. „Ich möchte auch mit Freude dieses Amt ausüben. Ich bin jedoch auch weiterhin auf die Unterstützung eines vielseitigen Teams angewiesen“ erläuterte Lettl.
In Ämtern bestätigt
Benjamin Lettl und seine beiden Stellvertreter Thomas Asböck und Sven Oswald wurden mit deutlicher Mehrheit in ihren bisherigen Ämtern bestätigt. Sven Oswald wird zukünftig auch als Schriftführer und Thomas Asböck weiterhin als Pressesprecher und Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit fungieren. Die Kassenführung wird weiterhin Cilly Saydl übernehmen. Die Kasse sei mittlerweile komplett digitalisiert und es sei ein ausreichendes Vermögen vorhanden, um einen Wahlkampf finanzieren zu können. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden neben Hülya Adigüzel und Zeinab El Assad auch die beiden Stadträtinnen Renate Hebertinger und Johanna Leipold einstimmig bestätigt. Die Kassenprüfung wird in den kommenden beiden Jahren durch die BayernSPD übernommen.
Als Delegierte für den Parteitag des Unterbezirks wurden neben Benjamin Lettl und Thomas Asböck, Hülya Adigüzel und Ulrike Scholz gewählt. Bei diesem Parteitag werden Benjamin Lettl, Thomas Asböck und Hülya Adigüzel erneut für die Vorstandschaft kandidieren. Als Delegierte und Ersatzdelegierte bei der Kreiskonferenz und bei den Aufstellungsversammlungen für die Kommunalwahlen fungieren neben Benjamin Lettl, Thomas Asböck und Sven Oswald, Hülya Adigüzel, Renate Herbertinger, Johanna Leipold und Ulrike Scholz. Benjamin Lettl wird für den diesjährigen Landesparteitag der BayernSPD als Mitglied der Antragskommission fungieren und die Hauptverantwortung für die Bereiche Kommunalpolitik und Sozialpolitik übernehmen.
Hebertinger berichtet aus dem Stadtrat
In einem kurzen Grußwort betonte Renate Hebertinger, dass die diesjährige Diskussion um den Haushalt sehr mühsam, jedoch stets konstruktiv verlaufen sei. Sie betonte, dass sie bei der Sanierung der Grund-und Mittelschule sehr genau darauf achte, dass die Fortführung reibungslos durchgeführt werden könne. Außerdem betonte sie, dass sich die SPD-Fraktion dafür eingesetzt habe, dass das Sanierungsprogramm der städtischen Straßen stets zeitnah erfolgte. Aus diesem Grund habe die Sanierung im Rott am Wald früher durchgeführt werden können.
Zudem betonte sie, dass die SPD in Eggenfelden ein Bekenntnis zum städtischen Schwimmbad abgegeben habe. Als stellvertretende Vorsitzende der Kreistagsfraktion ging sie auf die Herausforderungen bei der Sanierung des Theaters und der Berufsschule ein. Kritisch äußerte sie sich zu den immer wiederkehrenden Störfeuern in den vergangenen Jahren – durch Anträge und Anfragen seien keine der Probleme gelöst, die politische Auseinandersetzung jedoch teils stark vergiftet worden.
In angeregten Diskussionen äußerten Mitglieder den Unmut über die Baulücke am oberen Stadtplatz, die Situation beim Schwimmbad und die Sauberkeit in der Stadt.
Sauberkeit im öffentlichen Raum verbessern
Benjamin Lettl betonte, dass er Wert darauf lege, alle betroffenen Personen gleich zu behandeln. Daher habe er in der Diskussion um die Baulücke am Stadtplatz auch die Besitzer der Baulücke des ehemaligen Stranjak-Gebäudes angemahnt, diese zu schließen. Lettl zeigte sich jedoch insgesamt besorgt über den stärker werdenden Leerstand in der Stadt Eggenfelden. Dieser würde sich über den Stadtplatz aber auch die Landshuter und die Pfarrkirchener Straße fortziehen. Die Sauberkeit auf den Wegen, Spielplätzen und teils auch öffentlichen Räumen müsse verbessert werden – jedoch verursache dies auch Kosten, die entsprechend im Haushalt eingestellt werden müssten.
Severin Eder betonte die Bedeutung der Ortsvereine in der SPD. Mit Sorge blicke er jedoch auf die Entwicklung der Strukturen. Er wolle als Kreisvorsitzender besonders die Kommunalwahlen nutzen, dass die SPD mit engagierten Nichtmitgliedern zusammenwachsen könne. Benjamin Lettl betonte, dass die Stadtratsliste der SPD immer davon gelebt habe, dass sich darauf viele Personen ohne Parteibuch versammelt hätten.
red
(Bericht des Rottaler Anzeiger vom 18.09.2025)