„Diese Liste vertritt die Stadt hervorragend“

Veröffentlicht am 28.11.2019 in Wahlen
Sie treten für die SPD auf der Stadtratsliste an: (vorne, von links) 3. Bürgermeisterin Johanna Leipold, Monika Frieser, Sophia Lüttwitz, Zeinab El-Assaad, Bürgermeisterkandidat Benjamin Lettl, Cäcilia Saydl, Anna August, Hülya Adigüzel, Ulrike Scholz (Ersatz); hinten von links Hans-Peter Luibl, Erhan Adigüzel, Jürgen Hoffmeister,Martin Roiner, KlausGanghofer, Thomas Asböck, SvenOswald, Markus Stalhofer, Florian Geier, Martin Obermeier und Renate Hebertinger. Nicht auf dem Bild: DanielWagenhuber, Ludwig Ostermeier, Abdul Kadir Küçükkaya, Veronika Erber und Korbinian Schweighart. − Foto: Fleischmann


SPD-Ortsverein nominiert 24 Stadtratskandidaten einstimmig – Sophia Lüttwitz als prominentester „Neuzugang“

Von Sebastian Fleischmann

Eggenfelden. Jung, ein vielseitiges Spektrum an Berufsbildern abdeckend und mit einem recht großen Anteil parteifreier Kandidaten – mit diesen Schlagworten hat Ortsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat Benjamin Lettl die Liste charakterisiert, mit der der SPD-Ortsverein zu den Kommunalwahlen im März 2020 antritt. Dass zudem neun der insgesamt 24 SPD-Listenkandidaten für den Stadtrat Frauen sind, freue ihn unwahrscheinlich, fügte Lettl bei der Nominierungsveranstaltung in der Sportgaststätte hinzu.

In Sachen Frauenanteil liegt die SPD damit gleichauf mit der CSU, die am vergangenen Freitag ihre Kandidaten vorgestellt hatte. CSU-Bürgermeisterkandidat Martin Biber hatte in diesem Zusammenhang von der „wohl weiblichsten Liste der Stadt“ gesprochen. Die nun präsentierte SPD-Liste „vertritt die Stadt Eggenfelden hervorragend“, zeigte sich Benjamin Lettl überzeugt. Mit dieser werde man nun „in einen intensiven Wahlkampf gehen“.

Der Empfehlung der Bundespartei, verstärkt auch auf Nichtparteimitglieder zu setzen, folge man nicht erst seit diesem Jahr, vielmehr sei dies gewissermaßen schon „eine Selbstverständlichkeit in Eggenfelden“, erklärte Lettl. Insgesamt neun der Kandidaten besitzen kein SPD-Parteibuch. Mit der Vielfalt der vertretenen Berufe – vom Kraftfahrer bis zum Piloten, von der Bäckereifachverkäuferin bis zum Fernsehtechniker, vom Sozialpädagogen bis zum Tierarzt – sei das „ganze Know-how, das in Eggenfelden gebraucht wird, in einer Liste vereint“, fuhr Lettl fort. Mit rund 40 Jahren habe man zudem einen „sehr dynamischen Altersschnitt hingekriegt“, freute er sich.

Generell habe man „gestandene Persönlichkeiten“ von einer Kandidatur für den Stadtrat überzeugen können, es seien „keine Alibi-Leute auf der Liste“. Nun gehe es darum, sich Gedanken zu machen, wie man „die Menschen auch im Großen passgenau ansprechen“ könne, im Kleinen sei dies mitunter schon recht gut gelungen. Man werde dabei aber nur gemeinsam als Team stark sein können.

„Stadtrat zu sein ist keine leichte Aufgabe“, betonte 3. Bürgermeisterin Johanna Leipold, eines von aktuell fünf SPD-Stadtratsmitgliedern, in ihrem kurzen Grußwort. Zunächst gelte es, gewählt zu werden, dann zu lernen und viel Zeit zu investieren. Jedem recht machen könne man es aber freilich nie. Mit Blick auf die 24 Kandidaten, die sich dieser Verantwortung stellen möchten, sprach sie jedoch von einem echten Beitrag gegen Politikverdrossenheit.

Jeder Kandidat bekam anschließend die Möglichkeit eingeräumt, sich der Versammlung in kurzen Worten vorzustellen und die aus seiner Sicht wichtigsten Themen der Stadtpolitik anzureißen. Vor allem das Thema Ehrenamt und die Vereine lägen ihm am Herzen, betonte Benjamin Lettl, der die Liste auf Platz 1 anführt. Etwas einfallen lassen werde man sich etwa hinsichtlich des kaum genutzten Vereinsfonds der Stadt.

„In mir brennt noch das politische Feuer“, machte Renate Hebertinger klar, die seit 1996 Mitglied des Stadtrats und seit zwölf Jahren Fraktionsvorsitzende ist. Sie tritt auf Platz 2 der Liste an. Auf Platz 3 folgt stellvertretender SPD-Ortsvorsitzender und DGB-Kreisvorsitzender Thomas Asböck.

Für Listenplatz 4 ist es der SPD gelungen, eine weitere amtierende Stadträtin an Bord zu holen: Sophia Lüttwitz, 2014 ursprünglich für die Grünen in das Gremium gewählt und inzwischen fraktionslos, tritt im März 2020 für die Sozialdemokraten an. Als Themen, die ihr am Herzen liegen, nannte die 32-Jähre den Einsatz für Toleranz und Integration und gegen Extremismus.

Auf Platz 5 und 6 folgen mit Martin Roiner und Johanna Leipold zwei weitere amtierende Stadtratsmitglieder. Der Fünfte im Bunde, Hans-Peter Luibl, bildet auf Platz 24 den Abschluss der Liste. Wie Johanna Leipold kündigte der Kulturreferent des Gremiums an, sich auch künftig für das Thema Kultur auch „vom Rathaus aus“ einzusetzen.

Das Ergebnis, das Versammlungsleiter Bernhard Hebertinger, der mit launigen Worten durch den Nachmittag geführt hatte, zu verkünden hatte, fiel einstimmig aus: Die Liste, über die im Block abgestimmt wurde, erhielt sämtliche Stimmen der 22 Abstimmungsberechtigten.
 


Bericht im Rottaler Anzeiger vom 28.11.2019 lesen:



Das sind die Stadtratskandidatinnen und Stadtratskandidaten der SPD:

Platz Name Alter Beruf
1. Benjamin Lettl 32 Suchttherapeut, Dipl.-Sozialpäd. (FH), Bürgermeisterkandidat, Stadtrat
2. Renate Hebertinger 65 Gesundheits- und Krankenschwester i.R., Stadträtin
3. Thomas Asböck 39 Anwendungstechniker, DGB-Kreivorsitzender
4. Sophia Lüttwitz 32 Bauingenieurin, B.Eng., Stadträtin
5. Martin Roiner 49 selbstständiger Umweltberater, Stadtrat, Umweltreferent
6. Johanna Leipold 64 Postbeamtin i.R., 3. Bürgermeisterin, Stadträtin
7. Klaus Ganghofer 55 selbstständiger Fernsehtechnikermeister
8. Hülya Adigüzel 52 Sprach- und Kulturwissenschafterin, M.A.
9. Jürgen Hoffmeister 52 Elekroingenieur, Dipl.-Ing. (FH)
10. Zeinab El-Assaad 27 Bäckereifachverkäuferin
11. Daniel Wagenhuber 39 selbstständig im Sicherheitsdienst
12. Monika Frieser 48 Justizvollzugsbeamtin
13. Ludwig Ostermeier 31 Verkehrsflugzeugführer
14. Anna August 45 Angestellte
15. Abdul Kadir Küçükkaya 27 Logistiker
16. Cäcilia Saydl 65 selbstständige Buchhalterin
17. Markus Stalhofer 39 Kaufmann
18. Veronika Erber 33 Sozialpädagogin, B.A.
19. Korbinian Schweighart 30 Gesundheits- und Krankenpfleger
20. Martin Obermeier 51 Berufskraftfahrer
21. Florian Geier 24 Arbeitstherapeut und Gärtner
22. Sven Oswald 22 Student Lehramt für Gymnasien
23. Erhan Adigüzel 52 selbstständiger Tierarzt
24. Hans Peter Luibl 69 Volksschullehrer i. R., Stadtrat, Kulturreferent
       
Ersatz Horst Juhr 77 Finanzwirt i. R.
Ersatz Christiana Lang-Hoffmeister 71 Biologin i. R., Dipl. (univ.)
Ersatz Ulrike Scholz 42 Angestellte
 
 

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